Halbherzigkeit & Wunder - Warum Markenarbeit Chefsache ist. Wie man an vermeintlichen Wundern mitwirken kann.
Arno: Ich hab da mal eine Frage an unsere Familienunternehmer da draußen: Kennst du das?
Du startest das Projekt, alle sind nach dem ersten Workshop „anzündt“ (in OÖ für begeistert) – und dann – nach ein paar Wochen, ist die Luft plötzlich„draußen“.
Die E-Mails kommen seltener, Antworten dauern länger, und plötzlich hört man Sätze wie: „Ja, haben wir auf der Agenda. Kommt bald, sobald wir Zeit haben.“
Der Vertrieb scharrt motiviert in den Startlöcher’n und möchte endlich Gas geben und fragt: „Wann krieg ich endlich was, mit dem wir arbeiten können?“
Gerhard: Das ist wie beim Heizen im Winter: Am Anfang dreht man die Heizung voll auf, aber sobald es ein bisschen warm wird, dreht man sie wieder runter. Und – oh lala –
es wird wieder zapfig. (OÖ für kalt)
Dabei isses klar: Eine Marke, die nur halbherzig auf‘baut und g‘lebt wird, hilft weder dem Familienunternehmen, noch den Mitarbeitern und dem Vertrieb.
Arno: Ich hab‘ das selbst erlebt. Familienunternehmer haben viele „Baustellen“ gleichzeitig zu bearbeiten und
starten mit vollem Elan das Markenentwicklungsprojekt. Sobald sich das Gefühl einstellt,
es läuft auch ohne mich (ein Irrglaube), der Alltag wieder seinen Tribut einfordert, rutscht der Markenprozess in Schublade der unteren Prios.
Dabei ist es ein Zukunftsprojekt, auf dem der Vertrieb und der Erfolg des Familienunternehmens aufbauen kann.
Die Marke kann zum
Gamechanger werden und benötigt volle Rückendeckung.
Wenn der Chef nicht mit voller Überzeugung an Bord ist, dieses Projekt mit leuchtenden Augen nicht nach innen vertritt und den Nutzen für alle aufzeigt, wie sollen dann die Mitarbeiter „voigas“ mitgehen?
Gerhard: Und hier kommt der Irrtum: „Das macht doch die Agentur für uns.“
Ja, leider… die Agentur ist quasi der Koch – sie kann das beste Menü zubereiten, aber die Zutaten müssen geliefert werden. Wichtige Gewürze, sind der ständige Dialog und die eigene Haltung. Wenn die Entscheider nicht 100 % hinter dem Projekt steh‘n, dann is g‘schwind Essig mit dem Projekt und es läuft zaaaaaaach. (OÖ für schleppend).
Arno: Dabei gibt‘s so geile Beispiele! Wenn die Inhaber:innen mit viel Engagement und Herzblut (das spüren die Mitarbeiter) an Bord sind und zwar nicht nur für den
Start, sondern für den ganzen Prozess, dann passiert was Lässiges:
Die Marke nimmt Gestalt an. Plötzlich wissen alle, wofür ihr steht. Die Mitarbeiter erzählen stolz davon, die Kunden erkennen den Nutzen und der Vertrieb hat Argumente, die ziehen.
Mein Best Case: Ein Familienunternehmen in Wels mit 15 Mitarbeitern hatte drei Jahre nach der Marken-Transformation,
das erfolgreichste Geschäftsjahren nach 38 Geschäftsjahren. Das hat mich damals irrsinnig g’freut.
Das ist das (vermeintliche) Wunder. Aber nur weil die Inhaberin den Weg 100 % mitgegangen ist.
Das war vor gut 10 Jahren und die Marke entwickelt sich konstant weiter.
Gerhard: Konsequenz. Da liegt der Schlüssel. Wenn die Entscheidung fällt, eine Marke aufzubauen, dann heißt es dranbleiben.
Nicht halbherzig, nicht nur, wenn’s gerade passt, sondern mit voller Überzeugung.
Das ist ein 1-er Projekt.
Denn eine Marke, die nur halb gelebt wird, wirkt nicht mal halb so stark.
Sie kann ihre Kraft nicht entfalten
und der Vertrieb kann sich nicht damit identifizieren.
Schad‘ um’d Zeit und um’s Geld. Es gibt keine Wunder umsonst.
Arno: Nehmt eure Mitarbeiter mit auf die Reise! B‘sonders die Skeptiker.
Der größte Bremser kann zum größten Fan werden, wenn er merkt, dass er Teil von etwas Großem ist. Aber nur, wenn ihr ihn von Anfang an einbindet – und nicht erst, wenn alles fertig ist.
Gerhard: Das ist wie beim Fußball: Wenn der Trainer nur die Stammspieler auf die Sache „einschweißt“ und die anderen auf der Bank „huck’n“ lässt, gewinnt er kein
Spiel.
Eine Marke lebt davon, dass alle mitziehen – im Besonderen besonders im Vertrieb.
Das sind diejenigen, die täglich rausgehen und die Marke zum Kunden tragen.
Wenn dem Vertriebler nicht beim Verkaufen die Augen leuchten, kann er nur schwer den Kunden überzeugen.
Arno: Also, liebe Chefs, wenn eure Marke nicht in’d Gäng kommt, stellt euch diese Fragen:
Bin ich selbst wirklich überzeugt? (Oder war es nur eine spontane Idee?)
Habe ich meinem Mitarbeitern klar gemacht, warum das wichtig ist?
Schenke ich der Agentur das Vertrauen und lasse mich an die Hand nehmen?
Habe ich Zeit für dieses Projekt reserviert, damit ich mit dem Partner in den Dialog gehen kann?
Gebe ich dem Projekt die Zeit, die es braucht? (Marke ist ein Marathon und kein Sprint)
Gerhard: Und wenn ihr merkt, dass ihr Unterstützung braucht – sei es bei der Strategie,
der Umsetzung oder der Motivation eures Teams –, dann redet mit uns.
Wir helfen euch, dass eure Marke nicht nur auf dem Papier steht, sondern auch im Kopf eurer Kunden und in den Argumenten eures Vertriebs ankommt.
💡 Fazit:
Eine starke Marke ist kein Zufall, sondern das Ergebnis von klarem Commitment und Geduld.
Wer dranbleibt, wird belohnt, mit einer Marke die trägt, verbindet und dem Vertrieb die Werkzeuge gibt, die er wirklich braucht.
Denn am Ende geht es nicht um teure Logos oder hochglanzpolierte Broschüren.
Es geht darum, dass eure Marke euren Ruf gerecht wird, Werte transportiert, eure Mitarbeiter stolz macht, eure Kunden überzeugt und eurem Vertrieb den Rücken stärkt.
Ihr wollt wissen, wie ihr eure Marke und euren Vertrieb auf Vordermann bringt – ohne Hex Hex, aber mit System?
Dann schreibt uns – wir freuen uns auf eure Geschichten! 😊
Schönes Tagerl und schöne Grüß‘ vom Ausserhuber und vom Hochsteiner






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